
Die Möllner Briefe
Dokumentarfilm
Nach den rassistischen Brandanschlägen von Mölln 1992 wurden tausende Solidaritätsbriefe an die betroffenen Familien geschrieben – und blieben jahrzehntelang ungelesen. Im Dokumentarfilm DIE MÖLLNER BRIEFE kommen verdrängte Stimmen zu Wort: Begleitet vom Überlebenden İbrahim Arslan verwebt die Reise durch das Briefarchiv persönliche Erinnerung mit politischer Aufarbeitung, zeigt strukturellen Rassismus, gesellschaftliches Schweigen und die Kraft solidarischer Verbundenheit.
Credits
Buch und Regie: Martina Priessner
Kamera: Ayşe Alacakaptan, Julia Geiss, Ute Freund, Anne Misselwitz
Ton: Bilge Bingül, Ludwig Fiedler
Montage: Maja Tennstedt
Produktion: Friedemann Hottenbacher, Gregor Streiber
Produziert von: inselfilm produktion
Gefördert durch: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB)
Preise: Berlinale Panorama Publikums Preis 2025, Amnesty International Film Preis 2025, Roman Brodmann Preis
Einfache Sprache
Im Jahr 1992 gab es in der Stadt Mölln rassistische Brandanschläge auf Häuser von zwei Familien mit türkischer Herkunft.
Viele Menschen in Deutschland waren entsetzt und schrieben tausende Briefe, um ihre Solidarität zu zeigen.
Diese Briefe wurden an die betroffenen Familien geschickt –
aber sie wurden viele Jahre lang nicht gelesen.
Der Dokumentarfilm „DIE MÖLLNER BRIEFE“ erzählt jetzt von diesen Briefen.
Im Film kommen die Stimmen zu Wort, die früher nicht gehört wurden.
Der Überlebende İbrahim Arslan führt durch das Archiv mit den Briefen.
Im Film geht es um:
-
persönliche Erinnerungen
-
Politische Aufarbeitung
-
Rassismus in Strukturen der Gesellschaft
Der Film zeigt, wie viel geschwiegen wurde und wie stark Solidarität und Zusammenhalt sein können.

